DATEV-Daten im eigenen KI-Werkzeug: Langdock, ChatGPT oder Claude über Klardaten anbinden
Über Klardaten lassen sich DATEV-Daten in Langdock, Claude oder ChatGPT nutzen. Dafür wird ein kleiner Connector dort installiert, wo DATEV läuft, und das KI-Werkzeug verbindet sich mit dem MCP-Server von Klardaten. Was die KI abrufen kann, begrenzen laut Klardaten die Rechte des DATEV-Benutzers hinter der Verbindung; die Schreibrechte des MCP-Servers werden beim Verbinden einzeln ausgewählt, standardmäßig ist keines ausgewählt.
Die Ausgangslage
Kann ein KI-Werkzeug wie Langdock, ChatGPT oder Claude mit Daten aus DATEV arbeiten? Ein Weg dorthin führt über Klardaten. Die Angaben in diesem Artikel geben die Seiten der Anbieter wieder, gelesen am 23.10.2026.
Was Klardaten ist
Das DATEVconnect Gateway von Klardaten stellt DATEVconnect, laut Klardaten die offizielle Schnittstelle zu den DATEV-Desktop-Anwendungen, über eine von Klardaten betriebene Schnittstelle im Internet (REST-API) bereit. MCP ist ein offener Standard, über den KI-Anwendungen an andere Systeme angebunden werden. Der MCP-Server ist laut Klardaten ein separates Zusatzprodukt, setzt das Gateway voraus und stellt DATEV-Daten als Funktionen bereit, die KI-Assistenten über diese standardisierte Schnittstelle aufrufen. Die Verbindung allein überträgt laut Klardaten nicht automatisch den gesamten DATEV-Bestand: Die KI-Anwendung ruft Daten über einzelne Anfragen ab, und ein Profil mit weitreichenden Rechten erlaubt auch umfangreichere Abfragen.
Die Bausteine im Überblick
Was die KI lesen und schreiben kann
Über den MCP-Server sind laut Klardaten sechs DATEV-Module mit mehr als 100 lesbaren Datenbereichen erreichbar, darunter Zentrale Stammdaten, Rechnungswesen, Dokumentenmanagement und Auftragswesen mit DATEV Eigenorganisation comfort. Im Rechnungswesen sind das unter anderem Kontobuchungen, Summen- und Saldenlisten sowie Forderungen und Verbindlichkeiten mit Zahlungs- und Mahninformationen. Verfügbar ist nur, was installiert, lizenziert und von DATEVconnect unterstützt wird, und nur im Rahmen der Rechte des verwendeten DATEV-Benutzers.
Schreiben kann der MCP-Server laut Klardaten (Stand 23.10.2026) mit vier getrennten Rechten: Buchungsstapel anlegen, die der MCP-Server nicht festschreiben kann und die in DATEV geprüft werden müssen, Dokumente hochladen und anlegen, Stammdaten von Mandanten und Adressaten anlegen und Stammdaten aktualisieren. Keines dieser Rechte ist beim Verbinden standardmäßig ausgewählt; ohne sie bleibt die Verbindung lesend. Zum Hochladen braucht es zusätzlich eine MCP-Anwendung mit unterstützter Datei-Upload-Anbindung; als Beispiel nennt Klardaten Claude.
Wenn Klardaten von „ausdrücklicher“ oder „zusätzlicher Freigabe“ spricht, ist diese Auswahl beim Verbinden gemeint. Danach werden Stammdatenänderungen laut Klardaten direkt ausgeführt; ob einzelne Änderungen noch einmal bestätigt werden müssen, hängt vom KI-Werkzeug ab.
Was in der DATEV-Umgebung eingerichtet wird
- DATEV-Programme und Lizenzen klären. Benötigt werden laut Klardaten DATEV Platform und DATEVconnect, für DATEV DMS zusätzlich die Lizenz DATEVconnect Dokumentenmanagement. Die Lizenz DATEVconnect Kontobuchungen nennt Klardaten am 23.10.2026 auf der Umfangsseite des MCP-Servers als erforderlich für das Rechnungswesen, auf der Produktseite des Gateways dagegen für den Abruf einzelner Buchungen. Das klären Sie am besten vorab mit Klardaten.
- Connector installieren. Läuft DATEV im eigenen Netzwerk der Kanzlei, installiert der IT-Dienstleister einen kleinen Connector, laut Klardaten in den meisten Umgebungen auf dem Fileserver, wo in der Regel auch DATEVconnect und DATEV DMS installiert sind. Der Connector macht den DATEV-Server laut Klardaten nicht öffentlich im Internet erreichbar, sondern baut die verschlüsselte Verbindung von dem System aus auf, auf dem er läuft.
- DATEV-Benutzer festlegen. Läuft DATEV im eigenen Netzwerk, legt der Installer bei der Standardinstallation laut Installationsanleitung von Klardaten (Stand der Seite: 22.12.2025) einen DATEV-Benutzer an und fügt ihn der Gruppe „Alle Freigaben“ hinzu; alternativ lässt sich ein vorbereiteter, bestehender Windows- und DATEV-Benutzer verwenden. Auf der Produktseite des Gateways (gelesen am 23.10.2026) empfiehlt Klardaten einen eigenen DATEV-Benutzer mit nur den nötigen Modulen und Rechten, bei KI-Abläufen oft rein lesend. Für einen bestehenden Benutzer verlangt die Installationsanleitung vom 22.12.2025 dagegen „Alle Freigaben“ oder mindestens eine Liste von Rechten, zu der „Zurückschreiben in die Stammdaten“ gehört. Welche Rechte genügen, klären Sie am besten vorab mit Klardaten.
- Bei DATEVasp. Hier bestellt die Kanzlei laut Klardaten im DATEVasp-Portal die Option „Drittanbieterlösung einbinden“ mit dem Klardaten DATEVconnect Gateway; die Installation übernimmt DATEV. Den Benutzer für die Verbindung legt die Kanzlei laut der DATEVasp-Anleitung von Klardaten (Stand der Seite: 21.07.2026) selbst im DATEVasp-Portal an, fügt ihn der Gruppe „Alle Freigaben“ hinzu und übermittelt seine Zugangsdaten über das Klardaten-Dashboard.
Wer was sieht: die Rechte in DATEV
Standardmäßig nutzen alle MCP-Verbindungen einer DATEV-Instanz laut Klardaten denselben Windows- und DATEV-Benutzer mit denselben DATEV-Berechtigungen. Sollen Mitarbeiter nur die Mandanten, Dokumente oder Module sehen, die sie für ihre Arbeit brauchen, sieht Klardaten eigene Profile vor: Eine Verbindung nutzt dann einen anderen, bestehenden DATEV-Benutzer und erhält nur, was dieser in DATEV sehen darf. Zusätzliche DATEV-Rechte vergibt ein Profil nicht.
Langdock, Claude oder ChatGPT verbinden
- Langdock. Laut Anleitung von Klardaten wird die Verbindung in Langdock als „Remote MCP“ angelegt; das Recht dazu haben standardmäßig Editor und Admin. Wird nur die Integration geteilt, verbinden andere Personen laut Klardaten ihr eigenes Klardaten-Konto; ein geteilter Agent nutzt dagegen für alle Mitglieder die vom Eigentümer vorausgewählte Verbindung, und damit gelten für alle die Rechte dieser Verbindung. Neu gespeicherte MCP-Funktionen laufen in Langdock laut Langdock standardmäßig ohne Bestätigung, die sich je Funktion einschalten lässt. Wer Schreibrechte erteilt, sollte diese Bestätigung einschalten.
- Claude. Eigene Connectoren über Remote MCP gibt es laut Anthropic in den Plänen Free, Pro, Max, Team und Enterprise, in Free einen; in Pro und Max legt man ihn selbst an, in Team und Enterprise legen Owner ihn für die Organisation an, und jeder Nutzer verbindet sich einzeln. Claude zeigt laut Anthropic Freigabeanfragen für Funktionsaufrufe; „Allow always“ lässt eine Funktion danach ohne Rückfrage laufen und ist laut Anthropic nur für vertrauenswürdige Funktionen gedacht. Im Recherche-Modus kann Claude Connector-Funktionen ohne weitere Freigabe aufrufen; Anthropic rät, schreibende Funktionen dafür abzuschalten.
- ChatGPT. Hier bindet Klardaten ChatGPT über das öffentliche Plugin „Klardaten DATEV-Connector“ an, das unter „Plugins“ installiert und per OAuth angemeldet wird. Ob ein Plugin installiert werden kann, hängt laut OpenAI von Plan, Workspace, Rolle und Region ab. Die Beschreibung des Plugins (Version 3.1.0, Stand 23.10.2026) nennt als Schreibweg nur das Anlegen nicht festgeschriebener Buchungsstapel. Wann ChatGPT vor dem Lesen oder Handeln nachfragt, regelt laut OpenAI die App-Berechtigung von „Always ask“ bis „Allow all actions“; bei der letzten Stufe, die es nur für berechtigte Apps oder Konten gibt, können unterstützte Aktionen ohne weitere Bestätigung laufen.
Was es kostet
Laut Bestellseite von Klardaten (Stand 23.10.2026) kostet das DATEVconnect Gateway im Jahrestarif 85 € je Kanzlei und Monat, der MCP-Zusatz 10 € je angebundenem DATEV-Nutzer und Monat, im monatlich kündbaren Monatstarif 99 € und 12 € je Nutzer, alle Preise netto. Der Jahrestarif läuft mindestens zwölf Monate, wird im Voraus bezahlt und verlängert sich ohne Kündigung um ein Jahr.
Zusätzliche MCP-Nutzer braucht es laut Klardaten vor allem, wenn Mitarbeiter unterschiedliche DATEV-Rechte haben sollen. Die Zahl klären Sie am besten vorab mit Klardaten. Hinzu kommen je nach Modul DATEV-Lizenzen; der DATEV-Shop nennt (Stand 23.10.2026) für DATEVconnect selbst 0,00 €, für DATEVconnect Kontobuchungen 5,51 € und für DATEVconnect Dokumentenmanagement 21,00 € im Monat. Die Kosten des KI-Werkzeugs sind hier nicht eingerechnet.
Datenschutz und Hosting
Klardaten betreibt die Hauptinfrastruktur für Gateway und MCP laut Trust Center bei AWS in Frankfurt. Für DATEV-Daten, die Klardaten im Auftrag der Kanzlei verarbeitet, nennt die Datenschutzerklärung von Klardaten die Kanzlei als Verantwortlichen und Klardaten als Auftragsverarbeiter nach Artikel 28 DSGVO; einen Auftragsverarbeitungsvertrag und eine ergänzende Vereinbarung nach § 203 StGB stellt Klardaten zum Abruf bereit. DATEV-Nutzdaten aus Gateway und API speichert Klardaten laut eigenen Angaben nicht dauerhaft als Anwendungsdaten.
Die gewählte KI-Anwendung ist laut Klardaten nicht automatisch Unterauftragnehmer von Klardaten, sondern ein Empfänger, den die Kanzlei auswählt. Klardaten rät, vorab mit dem KI-Anbieter zu klären, wie er Mandantendaten verarbeitet und speichert und ob er sie zum Modelltraining nutzt. Langdock hostet laut eigenen Angaben die Anwendung und die meisten konfigurierbaren Modelle in der EU und nutzt Kundendaten nicht zum Training von KI-Modellen. Laut OpenAI werden Informationen aus verbundenen Apps bei ChatGPT Business, Enterprise und Edu standardmäßig nicht zum Training genutzt; bei Free, Plus, Go und Pro kann OpenAI sie nutzen, wenn die Einstellung „Improve the model for everyone“ eingeschaltet ist.
Grenzen
DATEV Unternehmen online und andere DATEV-Online-Schnittstellen sind laut Klardaten technisch von den DATEV-Desktop-Schnittstellen getrennt und nicht der Standardfokus des Gateways.
Bei DATEV SmartIT wird der Connector laut Klardaten per PowerShell in der SmartIT-Sitzung eingerichtet, die Verbindung ist nur verfügbar, solange diese Sitzung aktiv ist (beim Verlassen „Trennen“ statt „Abmelden“), und eigene Profile werden dort auf einem anderen Weg eingerichtet. Für ausgewählte, technisch geprüfte lokale Drittanbieter-Lösungen, die eine Software-Komponente auf dem Serversystem erfordern, nennt DATEV das kostenpflichtige DATEV-SmartIT-Zusatzmodul „Anbindung Drittanbieter“; ob Klardaten dazu gehört oder das Modul braucht, beschreiben die hier genannten Quellen nicht.
Häufige Fragen
Was ist Klardaten?
Klardaten stellt mit dem DATEVconnect Gateway die DATEV-Schnittstelle DATEVconnect über eine von Klardaten betriebene Schnittstelle im Internet bereit. Ein MCP-Server als Zusatz macht DATEV-Daten für KI-Werkzeuge wie Claude, ChatGPT oder Langdock nutzbar. In der DATEV-Umgebung der Kanzlei läuft dafür ein kleiner Connector.
Was ist ein MCP-Server, und wozu braucht man ihn bei KI?
MCP, das Model Context Protocol, ist ein offener Standard, mit dem KI-Anwendungen an andere Systeme angebunden werden. Ein MCP-Server ist ein Programm, das einer KI-Anwendung Kontext liefert. Der MCP-Server von Klardaten stellt DATEV-Daten als Funktionen bereit, die KI-Assistenten über diese standardisierte Schnittstelle aufrufen; der gehostete Endpunkt ist https://api.klardaten.com/mcp.
Wie lässt sich Langdock, Claude oder ChatGPT mit DATEV verbinden?
Ein Weg führt über Klardaten. Läuft DATEV im eigenen Netzwerk, installiert der IT-Dienstleister einen kleinen Connector, bei DATEVasp übernimmt das laut Klardaten DATEV. Mit einem Klardaten-Zugang samt MCP-Zusatz wird Klardaten in Langdock als Remote MCP angelegt, in Claude als eigener Connector mit der Adresse https://api.klardaten.com/mcp und in ChatGPT über das öffentliche Plugin „Klardaten DATEV-Connector“.
Was kostet Klardaten?
Laut Bestellseite von Klardaten (Stand 23.10.2026) kostet das DATEVconnect Gateway 85 € je Kanzlei und Monat im Jahrestarif mit zwölf Monaten Mindestlaufzeit oder 99 € im monatlich kündbaren Tarif; der MCP-Zusatz kostet 10 € oder 12 € je angebundenem DATEV-Nutzer und Monat, alle Preise netto. Hinzu kommen je nach Modul DATEV-Lizenzen wie DATEVconnect Kontobuchungen.
Kann die KI über den MCP-Server von Klardaten Daten in DATEV ändern, und wie lässt sich das verhindern?
Ja, laut Klardaten aber nur mit Schreibrechten, die beim Verbinden ausdrücklich ausgewählt werden; standardmäßig ist keines ausgewählt, und die Verbindung bleibt lesend. Diese Rechte betreffen (Stand 23.10.2026) Buchungsstapel, die erst in DATEV geprüft und festgeschrieben werden, neue Dokumente und Stammdaten von Mandanten und Adressaten. Zusätzlich begrenzt der DATEV-Benutzer hinter der Verbindung, was gelesen oder geändert werden kann. Klardaten empfiehlt einen eigenen Benutzer mit nur den nötigen Rechten; nach der Standardinstallation (Anleitung vom 22.12.2025) und laut DATEVasp-Anleitung (21.07.2026) steht er aber in der Gruppe „Alle Freigaben“. In Langdock lässt sich außerdem je Funktion eine Bestätigung einschalten.
Quellen
Recherche und Entwurf mit KI-Unterstützung; jede Aussage an der genannten Quelle geprüft und von den Autoren freigegeben.
- Klardaten: Startseite
- Klardaten: Umfang des MCP-Servers
- Klardaten: DATEVconnect Gateway
- Klardaten: Einrichtung des MCP-Servers
- Klardaten: Profile und Schreibrechte
- Klardaten: Einrichtung in Langdock
- Klardaten: Einrichtung in Claude
- Klardaten: Einrichtung in ChatGPT
- Klardaten: Installation des Connectors
- Klardaten: Einrichtung bei DATEV SmartIT
- Klardaten: Einrichtung bei DATEVasp
- Klardaten: Häufige Fragen zum Connector
- Klardaten: Bestellung und Preise
- Klardaten: Trust Center
- Klardaten: Datenschutzerklärung
- Klardaten: MCP-Server auf GitHub
- Langdock: MCP-Integrationen
- Langdock: MCP-Verzeichnis
- Langdock: Rechte im Workspace
- Langdock: Sicherheit
- Anthropic: Custom Connectors über Remote MCP
- OpenAI: Verbundene Apps in ChatGPT
- OpenAI: Plugins in ChatGPT
- ChatGPT: Plugin Klardaten DATEV-Connector
- Model Context Protocol: Einführung
- Model Context Protocol: Architektur
- DATEV: Fachbeitrag DATEV SmartIT und Zusatzsoftware
- DATEV-Shop: DATEVconnect
- DATEV-Shop: DATEVconnect Kontobuchungen
- DATEV-Shop: DATEVconnect Dokumentenmanagement
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